Wissenschaftler aus Afrika in der Schweiz
Ein hervorragender afrikanischer Wissenschaftler übernahm eine Position in der deutschen Schweiz. Obwohl seine Hauptaufgabe die wissenschaftliche Arbeit war, bekam er auch die Verantwortung für eine mitwirkende Anzahl wissenschaftlicher und technisch spezialisierter Mitarbeiter.
Kommunikation als Führungskraft
Sein persönliches Dilemma wurde sichtbar, als die Qualität seiner wissenschaftlichen Arbeit nachließ. Was steckte dahinter?
In seiner Heimat akzeptierten ihn die Menschen ohne Widerspruch als Führungspersönlichkeit wegen seiner akademischen Ausbildung und dem dortigen kulturellen Verständnis, das von Stammesdenken geprägt war: er beobachtete, wie seiner Meinung über gewisse Dinge von Mitarbeitern widersprochen wurde und sie wiederum ihre Meinung offen artikulierten. Sie akzeptierten ihn als Wissenschaftler, aber nicht als Manager und Leiter.
Über diesen Konflikt konnte er in seiner Organisation mit niemandem reden, denn vom Standpunkt seiner Kultur aus erschien ihm dies als ein Zeichen von Schwäche und mangelnder Respektabilität. Seine Vorgesetzten verstanden ihn nicht, und er begann, sich zunehmend unwohl zu fühlen.
Grundlagen verstehen
Während des Gespräches mit einem unserer Coaches lernte er das Problem zu verstehen und durch weiteres gezieltes Coaching damit umzugehen. Im Rollenspiel gelang es ihm, sich in die andere Denkungsart seiner Mitarbeiter zu versetzen, und Ihren Standpunkt zu schätzen. Ein gemeinsames Gespräch mit seinem Vorgesetzten machte diesem die besondere Herausforderung unseres Klienten klar. Als Resultat erklärte sich dieser Vorgesetzte kurzfristig bereit, ihm größere Unterstützung zu geben.
Nach drei Monaten stellte er fest, dass ihn seine Mitarbeiter jetzt so akzeptierten, wie er war, und von seiner Führungskompetenz überzeugt waren. Er blieb mit großem Enthusiasmus und Erfolg weitere vier Jahre in seiner Position.