Typische Programme

So könnte Ihr Programm aussehen…

Hier finden Sie einige tyopische Programm und Erfahrungsberichte von unseren Klienten:

Coaching-Programm für Führungskräfte

Eine Führungskraft wurde zum Vorstand ernannt und hat 6 Monaten Zeit, sich auf die neue Rolle vorzubereiten. Dieses Coaching Programm findet vierzehntäglich statt und hat folgende Elemente und Inhalte:

1.

Grundlagen der Zusammenarbeit

  • Persönlicher und beruflicher Hintergrund (Fragebogen)
  • Bedarfsermittlung, Programmdefinition und Meilensteine

2 x 90 Minuten

2.

Performance I: Grundlagen verstehen

  • Rollendefinition einer Führungskraft: Erwartungsdruck
  • Mitarbeiter, Untergebene, Peers und Übergeordnete
  • Gleichgewicht von Verantwortung und Leistung herstellen

1 x 90 Minuten

3.

Kommunikation als Führungskraft

  • Kommunikationsmuster und Wege analysieren
  • Handlungsspielräume erweitern und behaupten
  • Neue Muster und Ausdrucksmöglichkeiten entwickeln

2 x 90 Minuten

4.

Beziehungsmanagement

  • Health Check: Bestehende Beziehungen in Beruf und Privatleben
  • Performance und Beziehungsgeflecht im ganzen System
  • Neue Beziehungen knüpfen und bestehende pflegen

2 x 90 Minuten

5.

Der 100-Tage-Check

  • Diskussion und kritische Überprüfung der “ersten 100 Tage”
  • Vergleich der Vorsätze mit der tatsächlichen Entwicklung

1 x 90 Minuten

6.

Performance II: Entscheidungen treffen

  • Entscheidungen vorbereiten
  • Entscheidungskonflikte erkennen und lösen
  • Entscheidungen treffen und durchhalten

1 x 90 Minuten

7.

Performance III: Handeln

  • Karriereplanung in Einklang mit Wunsch und Wirklichkeit
  • Selbstbestimmung erreichen und Wahlfreiheit einhalten
  • Machtspiele und kritische Situationen meistern

1 x 90 Minuten

8.

Krisen- und Alltagssituationen

  • Auf Wunsch des Coachee wird das Programm für die Besprechungen von Krisensituationen und Sonderproblemen im Alltag unterbrochen

2 x 90 Minuten

Praxisbeispiele

1. Partner einer internationalen Anwaltskanzlei in der Schaffenskrise

Das Geschäft eines renommierten Anwalts im Bereich Corporate, Partner einer großen deutschen Kanzlei, schwindet. In der vierteljährlichen Umsatz- und Profitabilitätstabelle steht er mittlerweile auf dem letzten Platz.

Der Fachbereichsleiter sowie Vertreter des deutschen Managements signalisieren einen Vertrauensverlust, der in einem noch nicht definierten Zeitraum zu Problemen bei seiner Positionierung in der Partnerschaft führen kann. Während unser Klient nach wie vor von seinen fachlichen Fähigkeiten sehr überzeugt ist, wird er zunehmend über seine Zukunft und die Zukunft der Anwälte in seinem Team unsicher. Ein fachlich hoch qualifizierter und sehr engagierter junger Anwalt sieht seine Chancen für eine Junior-Partnerschaft schwinden, wenn er weiterhin in dem Dezernat unseres Klienten verbleibt und fängt an, sich anderweitig zu orientieren. Zur gleichen Zeit findet sich unser Klient in einer schwierigen privaten Situation, da bei seinem Sohn eine schwere Krankheit festgestellt wird, die voraussichtlich längere Zeit behandelt werden muss.

Beziehungsmanagement

Im Coaching merkt er bald, dass er sich stark von seinem Umfeld abgekapselt und versucht hat, seine Probleme “durch Aussitzen”, wie er es selber genannt hat, zu lösen. Die Partnerschaft empfand er nicht mehr als einen sicheren Ort, er war sich aber nicht sicher, ob er diesen Ort verlassen wollte.

Gemeinsam mit einem Coach der Change Group reflektiert er sein Verhältnis zu seinen Partnern und gewinnt dabei ein größeres Verständnis für das Verhalten seines Fachbereichsleiters und des Managements. Zugleich erkennt er die Bedeutung, die die jungen Anwälte in seinem Team für ihn haben. Er entscheidet sich für offenere Kommunikation mit seinem Umfeld und erklärt sich zu einigen Zugeständnissen bereit, um sein Geschäft anzukurbeln und seinen Umsatz nachhaltig zu verbessern. Durch eine Analyse seiner Erwartungen und persönlicher Wünsche erkennt er, dass sein wichtiger Wunsch ist, innerhalb der Partnerschaft seine Motivation dauerhaft wiederzugewinnen.

Entscheidungen treffen und Handeln

Nach sechsmonatiger Begleitung durch einen unserer Coaches kooperiert er intensiv mit den anderen Standorten und arbeitet gemeinsam mit einem Partner aus einer anderen Stadt an dem Aufbau eines neuen Geschäftsgebietes. Seine Motivation und Zufriedenheit macht sich auch im privaten Bereich bemerkbar, wo er seiner Frau und seinem Sohn in der Therapiephase unterstützend zur Seite stehen kann.

2. Human Resources Managerin stösst an die gläserne Decke

Unsere Klientin ist Human Resources Managerin in einer der vier Business Units eines bekannten, von Männern dominierten IT-Unternehmens. Sie erlebt wiederholt, dass ihre Arbeit zwar materiell unterstützt wird, ihre Projekte und Vorschläge aber in Leitungsmeetings immer wieder unterschwellig entwertet und vom Top-Management inhaltlich nicht wirklich unterstützt werden.

Während sie mit dieser Situation einige Jahre lang “aufgrund der Unterstützung von ihren Mitarbeitern leben konnte”, reagiert sie nun zunehmend “allergisch” und mit Motivationsverlust. Sie möchte herausfinden, ob es geeignete Strategien im Umgang mit Ihrer Geschäftsführung gibt und wie sie sich wieder motivieren kann.

Performance und Beziehungsgeflecht

Im Coaching merkt sie bald, dass es um die viel grundsätzlichere Frage geht, ob das Arrangement noch ihren Wünschen und Fähigkeiten entspricht, und dass sie neue Kompetenzen, aber vor allem Einstellungen entwickeln muss, um ihre Motivation dauerhaft wiederzugewinnen.

Gemeinsam mit einem Coach der Change Group gewinnt Sie auch ein größeres Verständnis für das Verhalten ihrer männlichen Kollegen. Diese Einsicht gibt Ihr Stärke und ein größeres Gleichgewicht.

Nach sechsmonatiger Begleitung durch einen unserer Coaches führt Sie erfolgreich Verhandlungen mit Ihrem Vorgesetzten über eine berufliche Neuorientierung durch, und wird in der Folge als Personalchefin einer neugegründeten Tochterfirma mit erweiterten Kompetenzen berufen.

3. Partner einer Unternehmensberatung im Burn-Out

Unser Klient ist Senior Partner Ende Vierzig in einer mittelgroßen deutschen Beratungsgesellschaft, die sich auf strategische Beratung und Begleitung komplexer Projekte konzentriert. Nach mehreren Jahren am Markt haben er und seine Partner sich einen treuen Kundenstamm erarbeitet, der auch die Rezession der letzten Jahre gut überstanden hat.

Seit einiger Zeit kämpft unser Klient mit Selbstzweifeln und Anfällen von Unzufriedenheit. Obwohl er sich als umgänglich und diplomatisch kennt, gibt es immer wieder Situationen, in denen er sein Temperament kaum mehr unter Kontrolle hat. Die Arbeit macht ihm weniger und weniger Spaß. Auch seine Klienten merken das. Als er einen großen Kunden an einen Konkurrenten verliert, klagt er sich im Stillen selbst an. Er weiß oft nicht, wo sein Enthusiasmus geblieben ist. In seinem häuslichen Leben ist er oft abgespannt und reizbar – als Folge hat sich seine Frau von ihm zurückgezogen, und er fühlt sich nun oft allein mit schweren Entscheidungen. Ermutigt durch die positiven Erfahrungen eines Bekannten entschließt er sich, seine Probleme gemeinsam mit einem Coach zu überwinden.

Health Check

Mit seinem Coach unterzieht unser Klient die verschiedenen Bereiche seines Lebens einer genauen Analyse. Ein Arbeitsplan mit Meilensteinen hilft ihm, die Perspektive zu wechseln, und seine Handlungsfähigkeit zurück zu gewinnen. Rollenspiele helfen ihm, seine alten Kommunikationsmuster zu überprüfen und zu verändern. Nach mehreren Monaten Coaching sieht er deutliche Resultate im Kontakt mit Kunden und Mitarbeitern. Sein Privatleben verbessert sich, da er jetzt entspannter und ausgeglichener ist.

Fazit

Nach Ablauf von sechs Monaten fühlt der Klient sich wieder kraftvoll und sicher genug, um auf die regelmäßige Begleitung durch seinen Coach verzichten zu können. Er vereinbart mit seinem Coach einen vierteljährlichen Check-in, um sicherzustellen, dass er am Ball bleibt. In der Folge entschließen sich mehrere seiner Geschäftspartner zu Coaching durch Senior Coaches der Change Group, was die Leistungsfähigkeit der Partner wesentlich verbessert und sich in der Auftragslage der Firma direkt wiederspiegelt.

4. Investmentbanker neu im Aufsichtsrat eines Medienunternehmens

Ein Investmentbanker einer deutschen Großbank wird mit Anfang 40 nach einer Bilder­buchkarriere in den Aufsichtsrat eines Medienunternehmens berufen. Er ist ein ausge­wiesener Fachmann in seinem Bereich und im wahrsten Sinne des Wortes “truly bankable”.

Kommunikation als Führungskraft

In seiner neuen Funktion trifft er auf erfahrene Medienfachleute, Journalisten, Techniker und Betriebsräte, mit denen er auf seinem bisherigen Berufsweg keine Erfahrungen gesammelt hat. Bereits mit seinem persönlichen Auftreten errichtet er unsichtbare Barrieren für die Zusammenarbeit. Sein in der Bank und Finanzwelt durchaus übliches Kommunika­tionsverhalten wird in der Medienwelt als arrogant, technokratisch und wirklichkeitsfremd ausgelegt. Seine mangelnde Erfahrung in der Medienwelt und seine bisher kaum vorhan­denen Kontakte zu wichtigen Playern in der Medienwirtschaft schwächen gemeinsam mit seinem jungen Lebensalter seine Akzeptanz im Gremium weiter.

Beziehungsmanagement

Da er vom Hauptaktionär des Medienunternehmens vorgeschlagen worden ist, begegnet ihm der Vorsitzende des Aufsichtsrats höflich aber distanziert. Auch die anderen Kollegen unternehmen keine Anstrengungen, ihn in das Gremium zu integrieren und wahren Distanz.

Bereits im Chemistry Meeting arbeitet der neue Aufsichtsrat mit seinem Coach die drei wichtigsten Arbeits- und Entwicklungsbereiche, in denen der Aufsichtsrat rasch tätig werden muss, her­aus. Gemeinsam priorisieren sie in den Feldern persönliches Auftreten, Kommunikation und Arbeitsbeziehungen, Aktivitäten, Ansprech- und Arbeitspartner, auf die der Aufsichtsrat zugehen und mit denen er einen Neustart wagen möchte.

Der Aufsichtsrat und der Coach entwickeln ein Arbeitsprogramm, im Rahmen dessen der Aufsichtsrat – für ihn untypisch – persönlich Termine mit seinen Kollegen im Gremium und Ansprechpartnern vereinbart. Er wagt es mehr von seiner eigenen Persönlichkeit zu zeigen, bittet offen um Hilfe und Informationen und macht darauf aufmerksam, dass er die für ihn neue Welt der Medien mit Hilfe seiner Kollegen kennen und deren Sprache rasch lernen will.

Durch seine hohe Fachkompetenz und sein hervorragendes Netzwerk in der Bank- und Finanzierungswelt gelingt es ihm, für das Medienunternehmen wertvolle neue Kontakte zu knüpfen und dem Aufsichtsrat sowie dem Vorstand des Unternehmens relevante Informa­tionen zur Verfügung zu stellen, die rasch seine fehlende Medienerfahrung vergessen machen.

Fazit

Nach wenigen Monaten haben sich seine Rolle im Aufsichtsrat und das Verhalten zum Gros der neuen Kollegen grundlegend geändert. Er wird als neuer Kollege wegen seiner Anders­artigkeit geschätzt und nicht mehr deswegen auf Distanz gehalten. Gemeinsam mit seinem Coach arbeitet er engagiert weiter daran, nicht in die geübten Ver­haltensmuster des “arroganten Investment Bankers” zurückzufallen, seine Arbeit im Aufsichtsrat effektiv zu gestalten und neue interessante Arbeits- und Gesprächspartner in der Welt der Medien für sich zu gewinnen.